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Grundwissen zur Pflanzendüngung
Nährstoffe sind für unsere Pflanzen Wasser, Kohlendioxid und im Bodenwasser gelöste Nährsalze. Bei Pflanzendüngung meint man in erster Linie meist die Zufuhr von Nährsalzen.
Wichtig für gutes gesundes Wachstum ist eine optimale Nährsalzkonzentration im Boden. Sollte die zu hoch sein, verbrennen die Blätter, ist sie zu niedrig, wachsen die Pflanzen langsamer und sind anfälliger gegenüber Krankheiten und ungünstigen Umweltfaktoren. Gefährlich ist auch das Fehlen eines einzelnen Mineralstoffs im Boden. Dies führt zu Mangelerscheinungen (Eisenmangel, Bormangel ....) Auch zu hohe Konzentration eines einzelnen Minerals kann gefährlich werden, da es die Aufnahme anderer Mineralien blockieren kann. Aufschluß über die Salzkonzentrationen im Boden kann nur eine Bodenuntersuchung bringen. Dies ist aber in der Regel nicht nötig, weil man meist das selbe Substrat verwendet und dadurch weiß, ob die Pflanzen sich in der Erde wohl fühlen oder nicht. Eigene Erfahrungen sind hier wichtig, oder man verwendet Erde aus dem erfahrenen Fachhandel.
Im Dünger sollten vor allem folgende chemische Elemente enthalten sein: Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff fördert besonders das Massewachstum, Phosphor ist für die Photosynthese und Blütenbildung wichtig und Kalium festigt die Zellen und fördert eine gute Widerstandsfähigkeit und Frosthärte. Zuweilen wird auch empfohlen, Spurennährstoffe zuzuführen, was aber in der Regel nicht zwingend notwendig ist, weil in den gängigen Pflanzsubstraten und im Gießwasser meist genügend davon vorhanden ist. Trotzdem fördert aber auch eine zusätzliche Versorgung mit Spurennährstoffen die Vitalität der Pflanzen.
Man unterscheidet zwischen mineralischen und organischen Düngern. Mineralische haben den Vorteil, dass sie in der Regel sofort pflanzenverfügbar sind, führen aber zu großen Nährstoffschwankungen (z.B. Düngen aller 14 Tage .....)
Organische Dünger werden meist in fester Form auf die Erde gelegt oder eingearbeitet und wandeln sich langsam in mineralische, pflanzenverfügbare Stoffe um. Das führt zum automatischen Düngen mit jedem Regen und mit dem Gießen. Dies ist für Topfpflanzen die optimale Lösung. Aber leider hat organischer Dünger teils unangenehme Geruchsbildung und es gibt manchmal Tierchen, die sich daran gütlich tun. (Amseln, Haustiere, Fliegen usw. ....) Auch Schimmelbildung kann auftreten, schadet aber den Pflanzen nicht. Aus diesen Gründen sollte man auf organische Düngung in geschlossenen Räumen verzichten.
Da Freilandgehölze auch einen Wachstumszyklus haben, benötigen sie zu verschiedenen Zeitpunkten des Jahres auch eine spezielle Düngung. Prinzipiell werden schwache, frisch umgetopfte Pflanzen erst dann wieder gedüngt, wenn sie anfangen, gut durchzutreiben. Also düngt man vom Laubaustrieb im Frühling bis zum Sommer mit stickstoffbetontem Dünger, der das Massewachstum beschleunigt und gibt im Spätsommer / Herbst nochmal einen stark Kaliumhaltigen, der das Ausreifen und die Winterhärte positiv beeinflußt. In der Vegetationsruhe benötigen die Pflanzen keine Nährstoffe.
Zimmerbonsai können während ihres Wachstums, also oftmals sogar ganzjährig, gedüngt werden.
Der Handel bietet sowohl organische, als auch mineralische Spezialdünger an. Hier muß jeder selbst entscheiden, was er seinen Pflanzen verabreicht. Vorteilhaft ist bei organischen Düngern eine Pellet- oder Granulatform. Die ausgelaugten Reste dieser Dünger kann man dann ohne Probleme wieder ablesen / abkratzen und verschlämmen nicht das Substrat. Außerdem ist gut erkennbar, ob auf der Erdoberfläche noch ausreichend Dünger vorhanden ist.
Zusätzlich können zur Düngung auch Vitamine und Hormone günstig wirken. Vor allem geschwächte Pflanzen reagieren hierauf oft sehr gut. Manche Dünger beinhalten schon bestimmte Vitalisierungsstoffe.
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